Die Orgel

Einige Pfeiffenregister im Innenraum

Unsere Orgel wurde 1975 als Schlußstein der umfassenden Erneuerung der Innenraumgestaltung der Severuskirche errichtet. In diesem Zuge wurde die Orgel von der vorherigen Position im Chor auf die Empore im hinteren Teil des Kirchenschiffes verlegt.

Sie wurde vom Schiltacher Orgelbauer Georges Heintz nach dessen Entwürfen gefertigt. Der Spieltisch ist an das schlichte Fichtenholzgehäuse angschoben und beherbergt 2 Manuale und Pedalklaviatur mit insgesamt 10 Registern. Die Herstellungskosten beliefen sich 1975 auf 48.601,35 Deutsche Mark. Zum Vergleich: der statistische Durchschnitts-Monatslohn betrug ca. 630,-- DM.

Aus dem Abnahmeprotokoll von Kirchenmusikdirektor Hanns-Georg Seibt vom 20.12.1975 ist zu entnehmen:

"Hervorzuheben sind insbesondere:

1. die schlichte, aber ausgewogene Gestaltung der Fassade samt Gehäuse für die beiden Manuale, so zeigt sich die neue Orgel als unaufdringliches, doch wirkungsvolles Gegenstück zu der Baugruppe von Altar und Kanzel in dem unlängst geschickt restaurierten alten Kirchenraum.

2. die baulich nicht ganz einfache Unterbringung der Pedallade mit den Pfeifen von immerhin drei Pedalregistern unter der Speichertreppe ist ohne klangliche Beeinträchtigung geschickt gelöst. Zwichen das Pedal und die Manualregister wurde ein ca. 50 cm breiter Gang eingefügt, der - wie schon erwähnt - die Tonabstrahlung der Pedalpfeifen begünstigt, der weiterhin eine gute Zugänglichkeit aller Orgelteile und -pfeifen für Pflegearbeiten ermöglicht und der auch optisch für die auf der Empore sitzenden Gemeindeglieder den Baukörper 'Orgel' überaus schlank und unaufdringlich erscheinen läßt.

3. ist die bei einer kleinen Orgel immer besonders wichtige Intonation mit Feinempfinden durchgeführt; die Register sind optimal aufeinander bezogen, so dass sich eine große Zahl ansprechender Mischungsmöglichkeiten ergibt. Das 'Volle Werk' füllt den Kirchenraum. Die Spielart ist ausgewogen, auch bei gekoppelten Manualen angenehm, wozu Radialpedal und verstellbare Orgelbank das ihre beitragen."

Eine Generalüberholung erfolgte im Jahr 1998 - ebenfalls durch die Firma Orgelbau Georges Heintz, die zwischenzeitlich unter neuer Leitung bis heute die regelmäßige Wartung und Stimmung durchführt.

people Organisten

Bespielt wird unsere Orgel von einem großen Team von Organistinnen und Organisten aus der Region. Wir sind sehr dankbar für diese Kirchenmusikerinnen und -musiker, die sich in Ihrer Freizeit auf die Gottesdienste bei uns vorbereiten, teilweise auch hier üben, um sich mit dem Instrument vor Ort vertraut zu machen und zumindest zum Gottesdienst teilweise weite Anfahrten auf sich nehmen.

Wer sich von dieser Aufgabe angesprochen fühlt, ist gerne eingeladen bei uns mitzuarbeiten und in die Schwandorfer Manuale zu greifen. Das ist auch möglich, wenn der eigene Terminplan nur eine gelegentliche Mitarbeit zulässt - sprechen Sie uns an, wir freuen uns ...

Für interessierte Einsteiger bieten wir in Zusammenarbeit mit dem Kantorat des Evangelischen Kirchenbezirkes Nagold eine qualifizierte Ausbildung und professionelle Begleitung.

Disposition unserer Orgel:

I. Manual C - g'''

1.Gedeckt8' 
2.Prinzipal4'
3.Mixtur 4f

 

II. Manual C - g'''

1. Rohrflöte
8'
2. Blockflöte4'
3. Prinzipal2'
4.

Sifflöte

1 1/3'

 

Pedal C - f'

1.Subbass16'
2.Holzpommer8'
3.Choralbass

4'

 

Koppeln  I/P,   II/P,   II/I