HERR, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnt. (Psalm 26, 8)

Mesnerin der Severuskirche

Andrea Keck
(0 74 56) 7 95 70 02

und Jutta Bechtold, die treue Vertreterin und hilfreiche Stütze
(0 74 56) 14 25

Aufgaben

Unsere Mesnerin ist für die Betreuung der Severuskirche zuständig. Und so umfassend sich das anhört, ist es auch:
Sie pflegt die Kirchenräume und bereitet sie auf den Gottesdienst vor. Dazu gehört auch die Vorbereitung des Altars, des Blumenschmucks, der Liturgischen Anzeigen und ...  Sie begleitet die Gottesdienste, unterstützt die Pfarrerin z.B. bei der Begrüßung der Gottesdienstbesucher, bei der Ausgabe des Abendmahls u.v.m. Sie betreut das Kirchengebäude mit Außenanlagen und ist damit auch für die technischen Anlagen wie Lautsprecheranlagen, Heizung, Turmuhr und Glocken zuständig. Für dies alles steht sie in engem Kontakt mit Pfarrerin, Prädikanten, Kirchenmusikern, Pfarramtssekretariat und Kirchenpflege, Handwerkern und den zahlreichen mitarbeitenden Ehrenamtlichen. 

Neben vielen anderen Gaben und der herzlichen Art, mit der sie uns gerne sonntags das Gesangbuch anbietet, fällt uns besonders auch  ihr Geschick für kreativen und passenden Blumenschmuck auf. Einige Beispiele auf den Seiten zum Gottesdienst Symbole und Farben und Impressionen.

Was bedeutet "Mesner"?

Die Severuskirche mit dem früheren "Mesner-Häusle" von Rosa Hölzle+, die das Amt bis 1994 viele Jahrzehnte ausgeübt hat.

Seit sich Gemeinden unter Gottes Wort versammeln, werden Aufgaben auf Menschen übertragen, die dafür ihre Gaben einsetzen. In den urchristlichen Gemeinden waren die Diakone neben den "diakonischen" Aufgaben nach heutigem Verständnis auch für die Gottesdienste zuständig. Dazu gehörte auch der Dienst als "Türhüter" - dem lateinischen "custus" (Wächter) kam auch die Sorge um das Gottesdienstgebäude zu. Und schon haben wir den "Küster", wie der Mesner in weiten Teilen Deutschlands heißt. 

In Süddeutschland, insbesondere in Württemberg und Bayern, ist der "Mesner" gebräuchlich. Abgeleitet vom lateinischen "mansionarius", d.h. "der die Wohnung Gottes (mansio) Betreuende". Ein schönes Amt, die Wohnung des HERRN zu betreuen!

29. Oktober 2017 - Mesnerin Annelie Bihler folgt ihrer Pfarrerin in den Ruhestand

Nachdem die Evang. Kirchengemeinde Ober- und Unterschwandorf am vorausgegangenen Sonntag ihre Pfarrerin Annemarie Helwig verabschiedet hatte, folgte ihr am 29. Oktober 2017 ihre Mesnerin Annelie Bihler in den Ruhestand. Geboren im Hessischen Nieder-Weisel versah Frau Bihler fast 24 Jahre lang den Mesnerdienst in der Oberschwandorfer Severuskirche. Eine große Hilfe war ihr dabei immer auch ihre Familie, die sie in den vielfältigen Aufgaben tatkräftig unterstützte. Und dazu gehörte neben der Betreuung der Gottesdienste in Kirche und auf dem Friedhof auch die Reinigung sowie die Betreuung von Glocken und Haustechnik. Ganz besonders am Herzen lag ihr dabei der Blumenschmuck, zu dem sie gerne auch aus dem eigenen Garten, Wald und Flur beisteuerte. 

Die Gemeinde verabschiedete Frau Bihler im Rahmen  eines Gottesdienstes in der Severuskirche. Hier schloss sich ein Kreis: den Gottesdienst hielt Pfarrer i.R. Walter Hörmann, der sie 1994 gleich zu Beginn seiner eigenen Amtszeit eingestellt hat. Bei einem anschließenden Ständerling hatte man Gelegenheit noch ins Gespräch zu kommen.